Wildschweine im Garten

Wer auf dem Lande lebt, kann viel erleben. So freut man sich sehr, einen wundervollen Garten angelegt zu haben und erfreut sich an den blühenden Blumen, die man, jede einzeln, per Hand gesetzt hat. Und am nächsten Morgen findet man nur noch eine matschige Suhle vor. Nichts steht mehr, alles ist zertrampelt und kaputt. Was ist passiert?

Wilde Tiere in der Nacht

animal-71677_640Immer häufiger werden Wildschweine in den Gärten entdeckt. Und entgegen der landläufigen Meinung geschieht dies nicht nur auf dem Lande. Auch in Wohngebiete am Stadtrand, teilweise sogar bis in die Innenstadt größerer Städte gelangen diese Tiere. Und sie leisten wirklich hervorragende Arbeit, wenn es darum geht, bei der Futtersuche einen liebevoll angelegten Garten total zu ruinieren. Auch den Inhalt von Mülltonnen haben sie bereits liebgewonnen.

In den meisten Fällen kommen sie des Nachts. Selten sind es einzelne Tiere, sie kommen immer mit der ganzen Rotte. Nicht nur das vorzügliche Futterangebot lockt sie in diese Regionen. Auch ist das Klima dort milder. Und letztlich sind sie in der Stadt nicht so leicht zu jagen wie auf dem Lande. Und das wissen sie genau.

NICHT füttern!

Grundsätzlich gilt, dass für die Wildschweine kein Futter in den Garten zu legen ist. Erstens lassen sie aus diesem Grund die Beete immer noch nicht in Ruhe. Zweitens gewöhnen sie sich sehr sehr schnell daran, dass sie an dieser Stelle gefüttert werden und kommen immer wieder. Mit viel Pech fordern sie das Futter sogar ein, wenn es nicht zur gewohnten Zeit dort liegt. Auch ist es wichtig, Müllbeutel oder Essenreste unzugänglich bis zur Abholung zu verstauen. Denn das Aufreißen von Mülltüten ist natürlich eine Kleinigkeit für sie.

Was kann man tun um sie fern zu halten?

Die erste wirkungsvolle Maßnahme ist das Verstärken der Zäune. Ein Metallstabzaun ist bereits recht hilfreich. Auch ein stabiler Holzzaun kann sinnvoll sein. Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Pfosten einbetoniert werden, damit sie auch wirklich stabil eingesetzt werden. Des weiteren sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass Essensreste nicht auf dem Kompost entsorgt werden. Sie gehören in die Bio- oder Restmülltonne. Denn Wildschweine können sehr gut riechen – über weite Strecken, sodass sie sich angezogen fühlen.

Trifft man in seinem Garten tatsächlich auf ein Wildschwein, ist Ruhe gefragt. Keine hektischen Bewegungen und schon gar nicht weglaufen. Bekommt ein Wildschwein Angst, wird es sich mit Hilfe seiner Zähne und seines vollen Gewichtes verteidigen. Hierbei kann es zu schweren Verletzungen kommen. Generell aber sind sie eher scheu und würden den Rückzug antreten oder ihrerseits abwarten, was dieser Mensch da so macht.

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